3 Wochen offline
Im März 2026 haben österreichweit mehr als 70.000 Schüler:innen am Handyexperiment teilgenommen und drei Wochen auf ihr Smartphone verzichtet. Am Paulinum nahmen ca. 70 Schüler:innen der 2., 3. und 4. Klassen teil. Im folgenden Bericht können Sie mehr darüber lesen, wie es unseren Schüler:innen ergangen ist.
Selbsterfahrung als Ziel
„Drei Wochen ohne Handy, das war nicht immer leicht“, resümiert einer der Jugendlichen am Ende des Verzichts. „Ich habe schon am ersten Wochenende zu Hause so viel erledigt, ich war richtig produktiv. Mir wurde bewusst, wie viel Zeit ich eigentlich am Handy verstreichen lasse und wie viel mir dann am Ende des Tages fehlt“, so die persönliche Analyse einer anderen Schülerin. Eine weitere Teilnehmerin fand Gefallen daran, sich in der handyfreien Zeit vermehrt mit ihrer Mutter zu unterhalten: „In den drei Wochen ohne Handy habe ich die Zeit nach dem Mittagessen stets dafür genutzt, mit meiner Mama zu plauschen. Das war immer sehr nett, und ich möchte das auch weiterhin beibehalten.“
Wunsch der Schüler:innen
Unterschiedlich und doch sehr reflektiert, so lassen sich die Resümees jener Pauliner Schüler:innen zusammenfassen, die vom 4. bis 24. März am Handyexperiment des ORF und des Bundesministeriums für Bildung teilgenommen haben. Die Schüler:innen verzichteten gemeinschaftlich auf ihr Handy. Um dennoch erreichbar zu bleiben, durften sie Tastenhandys ohne Social-Media-Accounts verwenden. Ziel des Experiments war es, den eigenen Handykonsum kritisch zu reflektieren und insbesondere die Nutzung von Social-Media-Kanälen einzuschränken. Den Wunsch, am Experiment teilzunehmen, hatten einige Schüler:innen bereits zuvor im Unterrichtsfach „Digitale Grundbildung“ geäußert. Als dann eine österreichweite Ausrollung des Experiments startete, war dies die beste Gelegenheit, um dieses Selbstexperiment zu wagen.
Zeit schenken
Um die Zeit der drei Wochen sinnvoll zu nutzen, hat sich ein Team von Lehrpersonen zusammengefunden, um das Projekt „Zeit schenken“ umzusetzen. Im Rahmen von Besuchen in einem Kindergarten, einer Volksschule und in der eigenen Schule schenkten die Jugendlichen anderen und sich selbst bewusst Zeit. Im Barbara-Kindergarten der Stadt Schwaz verbrachten die Schüler:innen einen entspannten Tag mit den Kindergartenkindern, spielten Fußball und halfen bei der Gestaltung der Frühlingsdekoration. In der Volksschule Johannes-Messner kamen die Pauliner:innen mit Volksschulkindern der 4C-Klasse zusammen. Gemeinsam mit Prof. Verena Mayrhofer tauschten sich die Schüler:innen offen über ihre Beweggründe aus, warum sie freiwillig drei Wochen auf ihr Handy verzichtet haben. An diesem Nachmittag haben alle viel gelernt – vor allem darüber, wie viel Handyzeit gesund ist und warum zu viel davon krank machen kann. Die teilnehmenden Pauliner:innen berichteten offen von ihren Erfahrungen, etwa dass sich schulische Leistungen verbessert haben oder dass sie wieder mehr Freude daran fanden, Zeit mit Freund:innen zu verbringen.
Gemeinsamer Abschluss mit Übernachtung
Am Ende des Experiments konnten einige der Schüler:innen an einem Spielenachmittag der Spielebörse, einem handwerklichen Workshop und einer abschließenden gemeinsamen Übernachtung in der Turnhalle der Schule teilnehmen. Nach einem Frühstück in der Aula wurden die Handys wieder eingeschaltet. Einige der Schüler:innen blickten jedoch etwas wehmütig auf die vergangenen drei Wochen zurück, da sie während des Experiments viele positive Erfahrungen machen konnten.
Und wer weiß, vielleicht wiederholen wir es.
Danke
An dieser Stelle gilt ein besonderer Dank dem Elternverein und der Direktion für die großzügige Unterstützung des Abschlussevents. Betreut wurden die Schüler:innen während des gesamten Zeitraums von einem Team an Lehrpersonen: Prof. Eva Bruci, Prof. Franziska Kogler, Prof. Adela Kern, Prof. Anna Wolf, Prof. Marietta Bindreither und Prof. Verena Mayrhofer.
Danke für die großartige Zusammenarbeit!