Hellas-Reise 2026

von Stefan Lukasser
02. Oktober 2026

Hellas-Reise (18.-25. September 2026)

Am Freitag in der ersten Schulwoche traten unsere Griech:innen der achten Klassen, fachkundig begleitet und behütet von Prof. Walder und Prof. Lukasser, ihre große, heiß erwartete Hellas-Reise an.

Die ersten zwei Tage verbrachten wir im quirligen, lauten und mit Touristen vollgestopften Athen. Ein erster Rundgang führte uns auf den Monastiraki-Platz, dann entlang der Agora (und den vielen Restaurants, Tavernen und Bars) auf den Philopappos-Hügel hinauf: Blick bis zum Piräus und die Ägäis – und natürlich auf die Akropolis im abendlichen Sonnenlicht.

Am Samstag standen die „Großen Zwei“ auf dem dichten und anstrengenden Programm: das archäologische Nationalmuseum (mit dem beeindruckenden Goldschatz von Mykene) und das moderne Akropolis-Museum.

Am Sonntag um sechs Uhr in der Früh startete die viertägige Busrundfahrt zu allen wichtigen Ausgrabungsstätten: Zuerst statteten wir dem legendären Delphi mit seinem weltberühmten Apollon-Orakel einen Besuch ab. Dann ging es über den Golf von Korinth auf die Peloponnes (ja, es heißt „die“ Peloponnes!) nach Olympia, wo unsere Griech:innen nach viel Information über die olympischen Spiele und die diversen sportlichen Disziplinen natürlich auch selbst im ältesten und ruhmvollsten Bewerb nach dem Sieg strebten: im schweißtreibenden Stadion-Lauf.

Irgendein Sterblicher musste wohl vergessen haben, Zeus die gebührenden Opfer zu entrichten, denn das „goldreiche“ Mykene empfing uns mit Blitz, Donner und Regen. Im mächtigen, düsteren Löwentor fanden wir, dicht zusammengedrängt, halbwegs Schutz. Viel besser geschützt war unsere wackere Schar aber natürlich im beeindruckenden Kuppelgrab, das wir – wie auch das Löwentor – auf Grund des Schlechtwetters fast ganz für uns alleine hatten.

Der nächste Tag führte uns in das Asklepios-Heiligtum und das großartige Theater von Epidauros, dann weiter nach Korinth. Dort verschaffte uns Kilian einen Einblick in sein Hobby, den Schieß-Sport (es fand gerade die Weltmeisterschaft statt!), bevor wir das Ausgrabungsgelände und schließlich den beeindruckenden Kanal von Korinth besichtigten.

Am Donnerstag brachte uns die Fähre „Posidonas“ (=Poseidon, ein wahrlich passender Name) auf die Insel Ägina mit ihrem schönen Aphaia-Tempel in der Bergeinsamkeit. 

Der abschließende Besuch der Akropolis am Freitag schließlich erwies sich als, nun ja, sagen wir: kompliziert. Die griechische Bürokratie ließ ihre Muskeln spielen … Aber mit Unterstützung durch einen echten Griechen im Pauliner Lehrkörper und mit ein paar Telefonaten war auch diese Hürde zu überwinden und wir standen nach längerer Wartezeit tatsächlich (gemeinsam mit Zillionen Touristen aus aller Welt) vor dem wichtigsten Tempel der Antike, dem Parthenon.

Es war eine anstrengende, aber schöne (und hoffentlich lehrreiche) Hellas-Reise, die unseren Griech:innen wohl noch viele Jahre in schöner Erinnerung bleiben wird!